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Jobcenter Worms bringt Menschen mit Behinderungen in Arbeit

03.12.2018 – Pressemitteilung

Vermittlungserfolge durch spezialisierte Beratungsfachkräfte

Am 3. Dezember findet alljährlich der von den Vereinten Nationen ausgerufene „Tag der Menschen mit Behinderung“ statt. Ein Grund für das Wormser Jobcenter auf die Situation von arbeitslosen Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen.

Seit dem Jahr 2015 ist die Arbeitslosigkeit von behinderten Menschen in Deutschland um 2%-Punkte angestiegen und trotz einer boomenden Wirtschaft und einer hohen Arbeitskräftenachfrage haben es diese Menschen noch immer schwer, einen Arbeitsplatz zu finden. Vorbehalte der Arbeitgeber, wie mangelnde Leistungsfähigkeit, Unkündbarkeit und mehr Urlaub verhindern oft eine Integration in den Arbeitsmarkt.

Dass es auch anders geht, zeigt das Jobcenter Worms. Auch hier war bis zum Jahr 2014 ein spürbarer Anstieg der Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderungen zu verzeichnen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurde im Jahr 2015 die Betreuung behinderter Menschen bei zwei Arbeitsvermittlerinnen zentralisiert. Es galt, den Negativtrend zu stoppen, damit Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung erfolgreich am Arbeitsleben teilnehmen können. Mit Erfolg, wie ein Blick in die Statistik zeigt: Waren im Januar 2015 noch 108 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, so waren es im Oktober 2018 nur noch 47.

„Die vor einigen Jahren erfolgte Spezialisierung durch zwei professionelle Beratungskräfte im Jobcenter Worms war der richtige Schritt hin zu einer schnelleren und erfolgreicheren Arbeit unter Nutzung der umfangreich vorhandenen Netzwerke“, so Sandra Bieser als zuständige Teamleiterin. „Wesentlich für eine schnelle, erfolgreiche Integration in Arbeit vor Ort ist, dass die besonderen Belange dieses Personenkreises individuell berücksichtigt werden und gegebenenfalls ein finanzieller Ausgleich an Arbeitgeber für vorhandene Nachteile gezahlt wird“, so Bieser weiter.

Neben der Begleitung durch die beiden Spezialistinnen, hatte das Jobcenter auch besondere Qualifizierungsmaßnahmen für diesen Personenkreis eingerichtet und ist auch kreative Wege gegangen, so gab es jährlich sogenannte Speed-Datings zwischen arbeitssuchenden Menschen und Arbeitgebern. Zuletzt wurden im Juni bei einem gemeinsamen Grillevent Kontakte angebahnt, aus denen im Nachgang auch einige Arbeitsverhältnisse entstanden.


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